Unser Haus in Kiel: Ein Weg zum Haus

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Mi
22
Nov '06

Dachziegel II

Heute habe ich selber die Baustoffhändler angerufen und nach Dachziegeln gefragt und bin schnell in Rendsburg fündig geworden. Der Ziegel soll in zwei Wochen lieferbar sein und paßt auf die Dachlattung. Jetzt sollte der Dachdecker mir nur schnell ein Angebot machen und dann kann es eigentlich losgehen. Mal sehen, was als nächstes passiert.

Conny hat sich heute nach einem Bausachverständigen umgesehen und von den ersten einen guten Eindruck gewonnen.

Mi
22
Nov '06

Verhandlung Putzer, Sanitär und Heizung

Wir haben uns heute mit zwei Putzern und zwei Sanitätern getroffen, um die Gewerke zu verhandeln. Insbesondere der Ausgleich der vom Maurer falsch gelegten Wohnzimmerdecke birgt einigen Gesprächsstoff.

Die Sanitär/Heizungsbauer machen beide einen guten Eindruck und mir fällt die Entscheidung schwer. Beide haben sich bemüht, allerdings ist das eine Unternehmen 1000€ günstiger und hat den Firmensitz in Kiel. Wir wollen jetzt noch abstimmen, wie wir mit der MwSt umgehen und dann entscheiden.

Di
21
Nov '06

Hektischer Anruf vom Baustoffhändler

Bei uns ist der Telefonterror ausgebrochen. Hektisch ruft uns der Baustoffhändler an und erklärt uns, daß der Dachdecker (und Zimmerer, ist eine Firma für beide Gewerke) uns mitteilen läßt, daß die Dachziegel erst wieder Februar 2007 lieferbar sind und verweist auf teurere Ziegel, die wir als Mehrkosten bezahlen sollen. Mir leuchtet nicht ein warum wir die Mehrkosten bezahlen sollen, zumal uns die Ziegel nicht besser gefallen.

Der Baustoffhändler meint, der Dachdecker könne ja nichts dafür, daher müsse ich die Kosten übernehmen. Ich erwidere, daß ich auch nichts dafür kann und er daher die Kosten übernehmen muß. Eigentlich stellen wir fest, daß die Firma Röben schuld hat, aber die kann der Bausstoffhändler leider nicht belangen, da er keinen verbindlichen Liefertermin hatte.

Also bitte ich den Architekten Druck zu machen und für ein Notdach zu sorgen. Ich bin nicht bereit, die Mehrkosten zu zahlen!

Mo
20
Nov '06

Mängelrüge an den Zimmerer und Dachdecker

Der Zimmerer hat schnell auf die Mängelrüge reagiert und Einspruch eingelegt. Er meinte, der Baufortschritt sei noch nicht so, daß er weiterabeiten könne. Das ist nach Aussage des Architekten Unsinn. Mir fällt noch ein, das im Vertrag steht, daß er uns für solche Fälle schriftlich in Verzug setzen mußte. Das hat er aber nicht.

Fr
17
Nov '06

Zweites Fensteraufmaß

Heute fand das zweite Fensteraufmaß statt und wieder gab es kleine Überraschungen. Die lange besprochene Revisionsfähigkeit einer Fensterfläche im Zwerchgiebel stellte sich nicht als realisierbar heraus und auch die Doppeltür, die ohne Pfosten ausgeschrieben war, kann augrund der Statik nicht realisiert werden. Im Gästezimmer wollten wir im Rolladen ein Insektenschutzfilter einbauen lassen, aber auch der ist nicht realisierbar.

Da mir bereits am 14.11. aufgefallen ist, daß der Zimmerere und Dachdecker nicht weiterarbeitet, schickt der Architekt eine Mängelrüge raus.

Di
14
Nov '06

Besuch auf der Bausstelle und Fenster II

Gestern abend war ich auf der Baustelle und irgendwie hatte ich den Eindruck, daß ich die neuen Steine an einer Hand abzählen kann. Bei den Zimmerarbeiten ist mir überhaupt keine Veränderung aufgefallen. Daher bin ich heute tagsüber auf die Baustelle gegangen und habe mich bei den Handwerkern erkundigt. Tatsächlich arbeiten zwei statt vier Maurer und die haben die Zimmerleute seit einer Woche nicht mehr gesehen.

Ende der Woche läuft die Frist für den Zimmerer und Dachdecker ab, aber scheinbar bleibt die Firma völlig entspannt.

Der Architekt ist aus dem Urlaub zurück und ich bitte ihn noch am Vormittag alle Hebel in Gang zu setzen, um die Fenster früher zu erhalten. Am Nachmittag meldet er sich und erklärt mir, da könne man nichts machen. Ich rufe den Hersteler selber an und werde sehr freundlich behandelt. Mit etwas Glück erhalten wir die Fenster statt in Kw50 nun eine Woche früher.

Fr
10
Nov '06

Der Hausanschluß - die nächste Überraschung

Mit dem Architekten hatten wir darüber gesprochen, daß wir die Hausanschlüsse sehr kompakt aufbauen und eine Hausanschlussnische einplanen. Der Vorteil ist, daß man dafür sehr wenig Raum benötigt und die komplette Installation hinter einer Türzarge verstecken kann. Dadurch kann man alles abschliessen, so daß insbesondere die Kinder nicht auf die Idee kommen, damit zu experimentieren. Dazu muß allerdings der Anschluß für Gas, Wasser und Strom nicht auf der Durchbruchmauer, sondern direkt rechts daneben installiert werden. Nach Rücksprache mit dem Architekten haben wir extra gegen Aufpreis Leerrohre durch das Fundament legen lassen.

Zu dem Thema hatte ich viele Diskussionen mit dem Architekten, da ihm eine Hausanschlussnische völlig unbekannt war! Gestern sehe ich merkwürdige Zeichnungen im Technikraum und rufe spontan die Stadtwerke an, um mich zu erkundigen, wann denn die Installation durchgeführt werden soll und wann wir die Installation abstimmen. Die Stadtwerke informieren mich darüber, daß die Besprechung vor Ort bereits mit dem Architekten erfolgt ist und es keine weitere geben wird. Wir sollen uns bitte beim Architekten informieren.

Wieso kann der Architekt uns daüber nicht informieren und wieso stimmt er sich nicht mit uns ab? Morgen wird er die Aufgabe bekommen, die Besprechung erneut mit den Stadtwerken vor Ort zu vereinbaren.

Hausanschlussnische

Do
9
Nov '06

Aufmaß für die Fenster

Der Achitekt hat uns erläutert, daß man das Aufmaß für die Fenster ca. 1-2 Wochen vor der Lieferung durchführt. Ich habe mich beim Hersteller erkundigt und der hat explizit darauf hingewiesen, daß das Aufmaß spätestens 1 Woche nach der Bestellung durchgeführt werden muß und ansonsten der angekündigte Liefertermin nicht eingehalten werden kann. Der Architekt hat uns trotzdem weiterhin versichert, daß dies nicht stimme und wir ganz entspannt bleiben dürfen. Sind wir aber nicht und es kam so, wie angekündigt: Die Fenster müssen 1 Woche nach Bestellung aufgemessen werden.

Daher war dem Architekten abgestimmt, daß der Bau bis zum 07.11.06 so weit fertiggestellt ist, daß das Aufmaß durchführen können. Am 08.11.06 hat sich Conny dann gemeinsam mit dem Hersteller, dem Tischler und der Vertreterin des Architekten (auf dem Richtfest hat uns der Architekt mitgeteilt, daß er in der kommenden Woche im Urlaub ist) getroffen. Gemeinsam wurde festgestellt, daß nur die Hälfte der Fenster ausgemessen werden können. Die Architektin beruhigt, daß dann halt ein paar Tage später die restlichen Fenster aufgemessen werden und dann auch nur die wenigen Tage später geliefert werden würde.Ok, ich bin zwar verärgert, hoffe aber trotz meiner Skepsis auf wenige Tage Verzug und bitte darum, sofort einen Termin für den nächsten Montag auszumachen.

Tatsächlich kann das neue Aufmaß erst am folgenden Freitag erfolgen, da nicht alle Beteiligten vorher Zeit haben und wie erwartet verlängert sich die Lieferzeit von 3 auf 5 Wochen. Jetzt bin ich richtig sauer, weil dadurch der Fenstereinbau auf Mitte Dezember rückt und neben dem Frost auch noch der Bau weitere 2 Wochen einfach offen steht und sich alle Folgegewerke verzögern.

Zufälligerweise frage ich den Fensterbauer, ob die Führungsschienen wie vereinbart hinter dem Klinker verschwindet, was er verneint. Hätte der Maurer mit der Architektin anders abgestimmt. Ich platze! Das war ein Punkt, den ich explizit vielfach mit dem Architekten besprochen habe. Kurzfristig wird nun alles wieder umdisponiert und ich hoffe, daß es nun klappt.

Wofür habe ich eigentlich einen Architekten?

So
5
Nov '06

Die Sanitärausschreibung

Einiges gibt es natürlich aus der Wartezeit auf das Holz zu berichten.

Der Architekt uns gesagt ja bereits vor einiger Zeit gesagt, daß er für die Sanitär- und Heizungsausstattung nicht zuständig sei und uns an diverse Handwerker verwiesen. Also haben wir uns gegen Einwurf kleiner Münzen (ca. 200€ pro Gewerk) von verschiedenen Handwerkern nacheinander Ausschreibungen erstellen lassen. Das Ergebnis war weitestgehend immer gleich, nämlich recht lustlos und automatisiert aus dem Programm des Herstellers erstellt. Dabei hat kaum ein Handwerker davor zurückgeschreckt nur die edelsten Teile zu verbauen und damit den Preis in die Höhe getrieben. In der Regel haben die Ausschreibungen einen strukturellen Fehler. Die Leistungen werden nicht nach Bauphasen getrennt ausgeschrieben, sondern immer im Block. Beispielsweise wird ein Waschtisch komplett mit Becken, Amartur, Ablauf, Frischwasserzuleitung, Abasserleitung usw. ausgeschrieben, so daß man später keine Chance hat, die Obekte zu ändern, da die Einzelpreise nicht offengelegt werden. Sollte man mit dem Handwerker während der ersten Ausbauphasen nicht zufrieden sein, wird man übrigens den Vertrag auch nicht mehr beenden können, da ja alle Phasen verkettet sind.

Wir haben jetzt nach langer Überlegung die Ausschreibung selber geschrieben und die Gewerke nach Phasen aufgeteilt. Zuerst kommt die reine Verlegung der Zu- und Abwasserleitungen inkl. Verteilung und Unterputzamarturen; danach die Vorwandinstallation. Dann wird alles Verputzt und der der Heizkessel eingebaut. Dann erst kommen die Sanitärobjekte, die neben dem Kessel und ggf. der Fußbodenheizung den größten Teil der Kosten verursachen.

Wir hatten überlegt, ob wir die Sanitär- und Heizungsleitungen selber verlegen, aber nachdem wir den reinen Verlegepreis sehen konnten, war die Idee spontan beendet.

Interessanterweise lagen die Angebote nur ca. 10% auseinander.

Sa
4
Nov '06

Endlich geht es weiter - das Richtfest

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Am 03.11.06 ist es endlich soweit gewesen! Wir haben Richtfest gefeiert und es war toll!

Damit es im Haus nicht zu kalt wird, haben wir die Fenster im Wohnzimmer von den Dachdeckern mit Folie schließen lassen und eine 15kw Gasheizung aufgestellt. Conny hat Handwerker, Freunde und Nachbarn für 14:00 Uhr eingeladen und am Ende waren wir mit knapp 70 Freunden im neuen Wohnzimmer. Für kalte Getränke hatten wir reichlich vorgesorgt und im letzten Moment hatte Conny noch die Idee zwei Punschkocher aufzustellen und Glühwein anzubieten. Am Ende des Tages sind tatsächlich nur 3 Flaschen Bier, dafür aber rund 20 Liter Glühwein getrunken worden. Kein Wunder bei der Kälte!!! Gehen 20:00 Uhr haben wir die Eiszapfen weggewischt und den verbleibenden frostsicheren Kern zu uns in die geheizte Wohnung gebeten.

Es hat einen riesigen Spaß gemacht und nach trostlosen Wochen des Wartens auf das Holz für den Dachstuhl, kommt jetzt endlich das Hausgefühl auf.